Wie kümmert man sich um die Bienen im Garten?

Bienen im Garten

Nicht jeder mag die Insekten, manche fürchten sich vor ihnen, doch die Bienen sind nicht nur entzückend und freundlich aber ja auch unerlässlich für das Ökosystem. Die kleinen, flaumigen, schwarz-gelben Geschöpfchen werden uns kein Leid tun. Vor allem wenn man über einen größeren Garten verfügt, lohnt es sich die Bienen in den Garten einzuladen.

Warum lohnt es sich, die Bienen im Garten zu platzieren?

Im Gegensatz zu den bösartigen Wespen, sind die Bienen harmlos. Sie werden die Menschen nicht in Rage attackieren und stechen. Sie fliegen und summen auf der Suche nach Polen, desinteressiert an Menschen. Es kann sogar passieren, dass sie müde werden, und dann kann man ihnen helfen und sie unterstützen.

Wie gesagt, sind Bienenschwärme nicht gefährlich. Bienen sind friedlich, und ein Stich ist für sie tödlich, deshalb stechen sie nur im absoluten Notfall, wenn sie Gefahr spüren und ihren Schwarm verteidigen müssen. Nicht zu vergessen ist aber, dass es gewisse Richtlinien gibt, die man beachten muss. Im besiedelten Bereich sollte für den Bienenstand ungefähr 3 m Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten werden. Die Abflugrichtung sollte über das eigene Grundstück geführt werden.

Bienen sind von enormer Bedeutung für die Pflanzenwelt. Die Honigbienen sind einige der wichtigsten Nutztiere. Die Bestäubungsleistung der Immen gewährleistet zu einem Drittel der Ernährung auf der Welt. Doch der Mensch zerstört die Lebensräumen von Bienen durch, unter anderem Sprühen von gefährlichen Chemikalien auf den Feldern. Der Einsatz von Pestiziden macht den Bienen das Überleben schwer und schwächt ihr Immunsystem.

Wie schützt man die Bienen im Garten?

Gerade als Hobbygärtner ist man imstande den bienenfeindlichen Bedingungen gewisse Maßnahmen entgegenzusetzen. Sowohl Honig- als auch Wildbienen tragen zu der Erhaltung der Ökosysteme und landwirtschaftlichen Produktion bei. Es gibt keine Pflanzen, die sie abschrecken würden, da sich Bienen und Gewächse gemeinsam entwickeln.

Als Imker kümmert man sich ums Überleben der eigenen Honigbienen. Als Hobbygärtner und sozusagen Gastgeber lädt man sie in den Garten ein, indem man ihn entsprechend anpasst. Von Bedeutung ist die richtige Auswahl der Pflanzen und die naturnahe Gestaltung des Gartens. Überdies darf man keine chemische Pestizide verwenden.

Einst sorgten die Bienen durch die Bestäubung für gute Ernten, erhalten eine artenreiche Kulturlandschaft und lieferten sowohl Honig als auch Wachs. Derzeit verlieren sie ihren Platz, da es statt kleiner Bauernhöfe spezialisierte Farben mit hohem Pestizideinsatz entstanden. Die privaten Gärten gewinnen deshalb immer mehr an Bedeutung und können dazu beitragen, die Bienen zu retten.

Welche Pflanzen sind besonders geeignet für Bienen?

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Eine Pflanzenmischung ist empfehlenswert, damit während der Vegetationsperiode immer etwas blüht. Es ist wichtig für die Bienen, außerdem sollte man Pflanzen mit kürzeren Blütenrohren wählen. Drüber hinaus sind die gefüllten Blüten meist steril und dadurch für die Bienen und andere Insekten unpraktisch, weil sich sich nicht zur Befruchtung eignen. Die exotischen Blumen werden dagegen von einer beschränkten Zahl an Arten gewählt und bestäubt.

Pflanzen mit Scheibenblüten sind für Bienen wertvoll. Die gewöhnliche Sommerblume ist besonders reich an Nektar und Pollen, deshalb eignen sie sich bestens als Bienenfutter. Es gibt auch bienenfreundliche Saatgutmischungen. Bienenfreundliche Pflanzen, anders genannt Bienenfutterpflanzen oder Bienenweiden machen eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen.

Ein breites Angebot diverser Pflanzen ist optimal, damit viele Bienen was tu tun haben.

Außerdem eignen sich die heimischen Pflanzen für Bienen am besten, da daran haben sie sich angepasst. Die windbestäubten Pflanzen produzieren keinen Nektar, was zu beachten ist. Lang blühende Pflanzen machen eine wertvolle Nahrungsquelle aber nur dann, wenn sie ausreichend viel Nektar und Pollen produzieren. Außerdem befinden sich die Pflanzen für Bienen sowohl im Schatten als auch im Halbschatten oder in der Sonne. Ebenfalls gibt es entsprechende Gewächse unter den Sträuchern oder Stauden.

Darf man Bienen mit Zuckerwasser füttern?

Ja. Aber es ist eine Notlösung, wenn die gefundene Biene zu schwach ist zum Fliegen. Es ist empfehlenswert, der Biene zu ermöglichen, sich ein bisschen auszuruhen. Man bereitet das Zuckerwasser im Verhältnis 3 Teile Kristallzucker und 2 Teile Wasser vor. Man sollte darauf achten, dass es zügig ist.

Am besten ist es die Biene zurück zu ihrem Schwarm zu bringen. Häufig aber gibt es keinen Bienenstock in der unmittelbarer Nähe oder der Standort nicht bekannt ist. Wenn es sich um Erschöpfung handelt, hilft also das Zuckerwasser, doch es besteht die Möglichkeit, dass die Biene krank oder alt ist. Eine Arbeiterin bei den Bienen lebt nur 35 Tage. Was aber wichtig ist: man sollte nicht die erschöpften Bienen mit Honig füttern.

Warum sind Bienen so bedeutsam für die Umwelt?

Die Bienen bestäuben 80 Prozent der Wild- und Nutzpflanzen. Sie tragen Pollen von Blüte zu Blüte und sorgen dadurch für die Fortpflanzung vieler Blüten- und Nutzpflanzen. Überdies kann der Ertrag im Obstbau durch die Bienenbestäubung um ein Vielfaches steigern.

Um die Bedeutung von Bienen hervorzuheben, gibt es verschiedenste Bienenprojekte in Kindergärten und Schulen. Ebenfalls ist es möglich, eine konkrete Stiftung zu unterstützen. Manche Firmen stellen auf ihren Betriebsgeländen Wiesenflächen für Bienenvölker, wo die Imker arbeiten.

Die Bienen sind keinesfalls gefährlich. Diese harmlosen, gestreiften Insekten sorgen für unsere Nahrung und eine ökologisch ausgewogene Artenvielfalt. Durch die Monokulturen und Schädlingsbekämpfungsmittel sind sie bedroht. Es fällt aber nicht schwer, die Bienen zu schützen. Man muss keinen Bienenstock im Garten haben. Verschiedene Saatmischungen, entsprechende Pflanzen und eine naturnahe Gestaltung des Gartens sind eine riesige Hilfe für Bienen.

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